Die Zukunft der Religion und Spiritualität in der Ich-Gesellschaft
Am 7.-8. Oktober besuchte Prof. Dr. Judith Könemann Luxemburg

- (Foto: © Cluster)
Judith Könemann (kath.) ist seit 2009 Professorin für Praktische Theologie mit den Schwerpunkten Religionspädagogik, Bildungsforschung und Religionssoziologie an der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Münster. Zuvor hat sie mehrere Jahre das Pastoralsoziologische Institut in St. Gallen/CH, ein religionssoziologisches Forschungssinstitut, geleitet.
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der bildungstheoretischen Legitimierung religiöser Bildung in der (säkularen) Öffentlichkeit und der Frage nach Religion und zivilgesellschaftlicher Öffentlichkeit, den Zusammenhängen von (religiöser) Bildung und Gerechtigkeit wie der Frage nach (religiöser) Bildung und democratic citizenship sowie insgesamt in Fragen der Transformation des Religiösen in der Moderne.
Sie hat u.a. ’Ich wünschte, ich wäre gläubig, glaub ich.’ Zugänge zu Religion und Religiosität in der Lebensführung der späten Moderne (2002), Religion und Spiritualität in der Ich-Gesellschaft. Vier Gestalten des (Un-)Glaubens (2014, zus. mit Jörg Stolz u.a.), Religiöse Interessenvertretung. Kirchen in der Öffentlichkeit. Christen in der Politik (2015, mit Anna Meuth u.a.) sowie Bildung und Gerechtigkeit. Warum religiöse Bildung politisch sein muss (2013, mit Norbert Mette) publiziert und ist zudem Autorin vieler Aufsatzpublikationen unter anderem in peer reviewed Zeitschriften, darunter die Publikationen “Religion and full time schools”, in: Journal of Empirical Theology; “Bildung und Gerechtigkeit. Eine Herausforderung für die Religionspädagogik” in: Religionspädagogische Bei-träge und “Religious reasons in the public sphere: an empirical study of religious actors’ argumentative patterns in Swiss direct-democratic campaigns”, in: European Political Science Review (mit A. Bächtiger und A. Jödicke). Sie ist Redakteurin der “Pastoraltheologische Informationen” der führenden Zeitschrift der Pastoraltheologie im deutschsprachigen Raum und ist Mitglied im Excellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne” an der Universität Münster und Vorstandsmitglied des Centrums für Religion und Moderne an der Universität Münster.
Freitag, 7. Oktober 2016, 19.30 Uhr: Protestantisch und katholisch: obsolete Unterscheidungen?
Begrüßung durch Prof. Dr. Dr. Jean Ehret
Vortrag von Frau Prof. Dr. Judith Könemann
Aussprache
Anschl. Empfang
Welche Bedeutung hat die Konfessionszugehörigkeit noch für die heutigen Menschen? Spielen religiöse Überzeugungen oder konfessionelle Zugehörigkeiten bei wichtigen Lebensentscheidungen eine Rolle? An welchen Stellen wird Religion virulent und was bedeutet das im individuellen Lebenszusammenhang. Dieser Frage und der, welche Bedeutung Konfessionalität in diesem Zusammenhang heute hat oder haben kann, geht der Vortrag nach.
Ort: Gemeindehaus der evangelischen Gemeinde deutscher Sprache, 35, avenue Gaston Diderich, L-1430 Luxemburg
Samstag, 8. Oktober 2016, 9.30 bis 16.30 Uhr: „Die Zukunft der Religion und Spiritualität in der Ich-Gesellschaft“
Tagesseminar mit Frau Prof. Dr. Judith Könemann
In Kooperation mit der
LUXEMBOURG SCHOOL OF RELIGION & SOCIETY
Die theoretischen Debatten zur Religion und ihrer Bedeutung in den westeuropäischen Ländern und den USA werden nach wie vor weitgehend von den Theorien der Säkularisierung, der Individualisierung und, mehr in den USA als in Westeuropa, vom Ansatz des Rational Choice bestimmt. Dies gilt sowohl für die individuelle Religiosität als auch für die öffentliche Relevanz und Bedeutung von Religion.
Welche Bedeutung hat Religion und Religiosität für die Individuen? Welche Erklärungsansätze lassen sich zur Situation der Religion und den empirischen Befunden in unseren Gesellschaften finden? Welche sind in der Lage, den religiösen Wandel am ehesten zu erklären? In diesem Studientag gehen wir diesen Themen auf der Grundlage einer konkreten empirischen Studie nach und werden die Ergebnisse im Lichte der Theoriedebatten diskutieren.
Ort: Centre Jean XXIII, 52, rue Jules Wilhelm, L-2728 Luxembourg
Kostenbeteiligung: 50 Euro (einschließlich Kaffee, Mittagessen, Materialien)
Anmeldeschluss: 10 Tage vor der Konferenz (=28. September 2016)
Anmeldung unter: office lsrs.lu
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